Projekte

Was ich für Sie tun kann.

Englisch und Spanisch sind meine Übersetzersprachen. In der Regel übertrage ich Texte aus ihnen ins Deutsche. Denn wie intensiv man eine Fremdsprache auch studiert und verinnerlicht: Sprachgefühl und -verständnis des Muttersprachlers bleiben letztlich unerreichbar. Trotzdem wage ich in Ausnahmefällen - je nach Text, Kontext und Komplexität - einen Abstecher in die Gegenrichtung.
Ähnliches gilt für Korrektorat und Lektorat. Im Normalfall bearbeite ich Texte in deutscher Sprache, in Ausnahmefällen zudem auf Englisch und Spanisch. Bei der Texterstellung verfasse ich Ihre Schriftstücke dagegen ausschließlich in deutscher Sprache — unter Berücksichtigung inhaltlicher Vorgaben und ggf. eines wording.

Übersetzung

Als Literaturübersetzer widme ich mich vor allem Sachbuch und Belletristik. Warum das Feld aber so eng abstecken? Sprach- und Textgefühl sind eine, akademische Bildung die andere Seite meiner Fähigkeiten. Daher übersetze ich für meine Sprachkombinationen außerdem (wissenschaftliche) Fachtexte, Texte aus Kunst und Kultur sowie der Unternehmenskommunikation. Weitere Themen können Sie gern persönlich mit mir besprechen.

Lektorat

Als Lektor mache ich Texte besser. Sie entscheiden, wie weit ich gehe. Ein Korrektorat führt zu formal einwandfreien Texten bezogen auf Rechtschreibung und Grammatik. Bei einem Lektorat im engeren Sinn prüfe ich auch Inhalt und Stil umfassend. Wissenschaftliche und andere Fachtexte erfordern ein komplexes Fachlektorat. Damit steigen auch Anspruch und Komplexität:
Ich korrigiere jeden Text, lektoriere für Wissenschaft, Unternehmen, Kunst und Kultur. Fachlektorate fertige ich auf Anfrage.

Texterstellung

Auf Wunsch verfasse ich Ihren Text. Dabei orientiere ich mich inhaltlich an Ihren Vorgaben, sprachlich und stilistisch an Ihren Bedürfnissen und Zielen. Dafür ist es wichtig, Fragen nach der Textart, dem Medium oder den Lesern vorab zu besprechen. Ihre Antworten werden zu meiner Richtschnur, die ich kritisch an das Geschriebene anlege. So liefere ich einen fundierten Textentwurf, der anschließend diskutiert und ggf. nachjustiert werden kann.

Was ich schon getan habe.

Hipsterbüro | Frohe Weihnachten | C u in 2018

Der (fast) famose Weihnachtskalender

Am Ende dieses Weges werden Sie eine Tür finden, oder jeden Tag eine, also eigentlich viele Türen, 31 an der Zahl ... Wie auch immer, drehen Sie‘s so, wie‘s Ihnen passt, jedenfalls ist bald Weihnachten, wieder einmal, und ich – Esel – leiste mit meiner hippen Bürogemeinschaft einen Beitrag dazu, dass Sie bei all dem Gefuttere zwischendurch die Bauchmuskeln trainieren oder gar ein visuell-ästhetisches Hochgefühl erleben. Daher gilt: Link klicken, täglich aufs Neue die richtige Antwort finden und am Ende des Jahres sicher sein, dass Sie 31 hochintellektuelle Videobotschaften aus den Weiten des world wide web konsumiert und dabei kein Gramm zugenommen haben. Mit den besten Wünschen für eine besinnliche Weihnachtsendjahresstimmungszeit, Benjamin Schilling und das gesamte Büroteam. Hier geht‘ lang ...

Ratgeber | Sachbuch | Übersetzung

Kelly McGonigal — Glücksfaktor Stress

Stress hat auch etwas Gutes – soll das ein Scherz sein? Jedenfalls ist es – radikal verkürzt – die Botschaft der US-Gesundheitspsychologin Kelly McGonigal, die in Stanford lehrt und zu diesem Thema schon einige Ratgeber verfasst und einen TED-Talk gehalten hat. Mir fiel die ehrenvolle Aufgabe zu, diese umstürzlerische These den deutschen Lesern zu vermitteln, widerspricht sie doch so ziemlich allem, was wir gewöhnlich fühlen und denken, wenn wir „Stress haben“ oder „gestresst“ sind. Trotzdem, fernab von rosarotem Positivdenken fußen die Argumente der Autorin auf unzähligen soliden wissenschaftlichen Studien – das Formatieren der über 200 Quellen und Endnoten wollte kein Ende nehmen —, und so begann mit der Zeit auch ich, meine eigenen Überzeugungen zu Stress zu hinterfragen. Und unter uns: Am Ende hatte ich mit diesem Buch tatsächlich (Zeit-)Stress, aber ich bin auch daran gewachsen.

Kinderbuch | Übersetzung

Harriet Russell — Malen im All

Spätestens seit „Flunkerfisch“, meiner Einführung in die charmante Welt des Duos Scheffler und Donaldson, will ich ein Kinderbuch übersetzen. Und da ich nach Randall Munroe ja fast Weltraumexperte bin, fand dieses wunderbare Erklär- und Malbuch über das Weltall den Weg aus London nach Leipzig. Was als Buchmesseplausch mit der späteren Lektorin begann, wurde zur spielerischen Erkundung astronomischen Grundlagenwissens in zauberhaften Bildern und Worten. Mit lustigen Vergleichen und skurrilen Gedankenspielen entführt die Autorin Kinder ins All und lädt in jedem Kapitel zum Mitmalen ein. Wie komplex ein Begriff für 5- bis 12-Jährige sein darf, war eine der wichtigsten Übersetzungsfragen.

Internetseite | Übersetzung

handbrotzeit.de

Die Jungs von „Handbrotzeit“ beweisen, dass man aus Teig weit mehr machen kann als nur gefüllte Brote. Bevor sie im handgemachten Laden nahe der Nikolaikirche hungrige Mägen aus aller Welt befriedeten, waren sie (bis heute) viele Jahre auf Festivals und Märkten im ganzen Land unterwegs. Neben ihrem liebe- und geschmackvollen Essen und mondäner Bistroatmosphäre erfreuen sie ihre Gäste gern mit kulturellen Häppchen, ob in Gestalt von Live-Konzerten oder als „Spot“ der Designers‘ Open. Die englische Version der Seite spiegelt zugleich die immer größere Beliebtheit Leipzigs in der ganzen Welt wider. Meine Übersetzung floss direkt ins Backend (CMS) ein, in enger Zusammenarbeit mit dem Programmierer Steffen Rademacker und dem Gestaltungsbüro HawaiiF3.

Fachartikel | Übersetzung

César de Vicente — Rekonvaleszenz (Peter Weiss)

Diese anspruchsvolle Übersetzung entstand in enger Zusammenarbeit mit dem spanischen Autor. Im 100. Geburtsjahr des linken Intellektuellen Peter Weiss lädt „die horen“ in Ausgabe Nr. 262 zur Re-/Lektüre des vielseitigen Künstlers ein. Dafür verfasste der Madrider Philologe und Theaterregisseur César de Vicente den Essay „Rekonvaleszenz“ über Weiss‘ gleichnamige Arbeit, die posthum in „Werke in sechs Bänden“ erschienen war. Es handelt sich um Tagebuchnotizen aus den Jahren 1970-71, mit deren Hilfe er Weiss‘ innere Zerrissenheit zwischen Subjektivem (künstlerisch-literatisches Schaffen, sozialistische Gesinnung und Zeitkritik) und Objektivem (Realität des Sozialismus, Vietnamkrieg) skizziert und ihn als „geteiltes Subjekt“ darstellt.

Sachbuch | Übersetzung

Randall Munroe — Der Dinge-Erklärer

„Dieses Buch zu übersetzen war wie 20 Kilometer Sackhüpfen“, steht in der Nachbemerkung. Das Tandem mit Ralf Pannowitsch wurde nicht nur mein Verlagsdebüt, sondern auch meine ungewöhnlichste Übersetzung. Sie sollte zeitgleich mit dem amerikanischen Original erscheinen, und so lieferte der US-Autor kapitelweise Text, den wir nach dem Work-in-progress-Prinzip ins Deutsche übertrugen. Am Ende wuchsen wir an dieser Herausforderung. Und ich verdanke dem Buch viele skurril-schöne Momente, während ich versuchte, Hochkomplexes mit nur 1.000 Wörtern wiederzugeben und Begriffe wie „Faltcomputer“ oder „Kopfklopfervogel“ am Fließband produzierte.

Kunstkatalog | Lektorat

Situation Room

Das internationale Kollektiv „Situation Room“ gründete sich 2014 in Leipzig, um „ortsspezifische und raumgreifende Installationen – fernab etablierter Kunstinstitutionen – zu realisieren“. Als Debüt verwandelten sie das Foyer im ehem. Sowjetischen Messepavillon mit wechselnden Installationen in ein räumliches Gesamtkunstwerk. Der Konzeptkatalog ist zugleich Dokumentation und Folgeprojekt: er bildet die Räume grafisch sowie durch Text und Fotografie ab. Entsprechend vielseitig war das Lektorat, das literarische Texte umfasste, aber auch Werksbeschreibungen der Künstler und räumlich gestaltete Werksangaben.

EU-Projektantrag | Übersetzung

Redrawing Stories from the Past

Geschichte von unten, persönliche Bezüge zu verschwiegenen oder vergessenen Geschichten der Opfer des Nationalsozialismus in Europa. Diesen Ansatz verfolgt das internationale Kulturprojekt „Redrawing Stories from the Past“. Im Graphic Novel nähern sich fünf junge europäische Comickünstler diesem dunklen Kapitel, ausgehend von realen Opfergeschichten aus ihrer Heimat und vor ihrem eigenen, kulturellen Hintergrund. Das Projekt umfasst Workshops, Ausstellungen sowie eine Publikation. In der Konzeptionsphase lieferte ich die englische Übersetzung, mit der das Projektteam wichtige europäische Fördermittel einwarb.

Vita

Rarely lost in translation.

Übersetzer bin ich auf Umwegen geworden, als klassischer Quereinsteiger mit einem akademischen Überbau der Kulturwissenschaften und Hispanistik. Doch hinter meiner inhaltlichen und beruflichen Flexibilität verläuft eine Konstante, durch die ich mich in vielen Text- und Themenfeldern zuhause fühle: die Freude an der Arbeit und am Spiel mit Worten und Sprachen.

Reiselust und interkulturelle Neugier zeichnen mich aus. Leider werden beide bestenfalls als soft skills wahrgenommen, obwohl sie meine Übersetzersprachen Englisch und Spanisch bis heute prägen. Ich habe einige Jahre im Ausland gelebt und gearbeitet: England, Schottland, Spanien. Bei diesen Aufenthalten war ich Teil vielfältiger Lebenswelten, durch die sich immer neue, praktische Sprachzugänge eröffneten. Davon profitiere ich heute als Übersetzer. Meine Fertigkeiten basieren nicht nur auf Theorie und Grammatikstudium, denn mein sprachlicher Werkzeugkasten wurde auch und vor allem mit den Erfahrungen in der Ferne befüllt. Beide Sprachen sind für mich lebendig.

Thematisch verlief mein Berufsleben zwischen Blattgrün und Blattwerk.

Blattgrün

Während des Studiums befasste ich mich intensiv mit Gegenstand und Geschichte des Umweltschutzes, einschließlich Magisterarbeit zum Thema „Nachhaltigkeit im öffentlichen Diskurs“. Im Garten- und Landschaftsbau fand ich den physischen Ausgleich für lange Bibliothekstage und kultivierte meinen grünen Daumen. Danach stellten zwei Jahre im unabhängigen Umweltschutz das Gleichgewicht zwischen Theorie und Praxis her: Projektleitung und Öffentlichkeitsarbeit im Natur- und Artenschutz und der Umweltpolitik, Co-Organisation eines Umweltfests mit 15.000 Besuchern. Am Ende dieser Zeit trug ich die Verantwortung für Form und Inhalt einer Artenschutzbroschüre, die in Kooperation mit der Stadt Leipzig entstand.

Blattwerk

Seit 2012 arbeite ich selbständig, vor allem als freiberuflicher Übersetzer (Englisch/Spanisch) und Lektor (v.a. Deutsch). Alles begann mit persönlichen Kontakten und Neuverknüpfungen im sozialen Umfeld, zunächst lagen Faltblätter, Projekttexte oder Ausstellungskataloge für kleinere Kulturprojekte und Unternehmen auf meinem Schreibtisch. Parallel entstanden literarische Schreibproben, zur Korrektur und Bewertung durch erfahrene Übersetzer. Der erste große Coup gelang mir schließlich 2015, mit der amerikanisch-deutschen Co-Übersetzung von Randall Munroes „Der Dinge-Erklärer“ für den Knaus Verlag (Random House). Mein Verlagsdebüt stammt von einem Bestseller-Autor, die Erstauflage betrug 50.000. Rückblickend war das Projekt Reifeprüfung und Wegweiser zugleich, denn ihm verdanke ich die Gewissheit: Sprache ist mein Talent und mein Werkzeug, Übersetzung der Weg und das Ziel.

Kontakt

So kommen wir zusammen.

Vielen Dank für Ihr Interesse! Sie können mich auf den unten genannten Wegen kontaktieren, wenn Sie ein unverbindliches Angebot für eine Übersetzung oder ein Lektorat wünschen oder einen Gesprächstermin vereinbaren möchten. Ebenso gern liefere ich Ihnen Texte, die sprachlich und stilistisch zu Ihren Bedürfnissen passen. Zeit für einen Kaffee!